Die Vogelperspektive

aim42 Phasen

Aus der Vogelperspektive teilt aim42 die systematische Verbesserung in drei Phasen plus einige Querschnittsaufgaben ein:

  1. Analyze: Aufdecken und sammeln von Problemen. Gleichzeitig sollten Sie in der Analyse auch Verständnis für die Organisation, Struktur und Lösungskonzepte des Systems gewinnen, weil das für die Erkennung von Problemen und Risiken fundamental ist.
  2. Evaluate: Schätzen oder ermitteln des (Geld-)Wertes von Problemen und Maßnahmen. Das ermöglicht zielgerichtete Priorisierung und Planung. Diese Bewertung reichert Probleme und Maßnahmen um relevante Steuerinformationen und KPI’s für das IT- und technische Management an.
  3. Improve: Durchführen von Verbesserungsmaßnahmen. Hier fasst aim42 bewährte Patterns und Praktiken von Evolution, Refactoring, Migration oder stufenweisem Umbau zusammen.
  4. Crosscutting: Management von Issues, Improvements und deren Zusammenhänge. Planung von Verbesserungsmaßnahmen, Integration mit Tagesgeschäft.

Verbesserung ist ein kontinuierlicher Prozess (siehe Abbildung oben). aim42 funktioniert für beliebige Entwicklungs- oder Wartungsprozesse und teilt relevante Aktivitäten (Praktiken, Vorgehensmuster) in Phasen ein. Diese Aktivitäten können Sie in Ihrem normalen Entwicklungsvorgehen nahtlos integrieren.

Eine gedankliche Schleife wiederholt sich in aim42 immer wieder: (1) Sie finden ein Problem oder dessen Ursachen, (2) bewerten dieses Problem hinsichtlich seiner Kosten und (3) identifizieren Lösungsmaßnahmen dafür. (4) Sie wenden die Lösungsmaßnahme an und (5) analysieren ob das ursprüngliche Problem damit behoben ist.

Diese Schleife läuft in ähnlicher Form in jeglicher Art von Konstruktions- oder Optimierungsprozessen ab. Nach meiner Erfahrung kranken viele Systeme in der Praxis daran, dass die technisch Verantwortlichen vor der Bewertung der Kosten von Problem und Maßnahmen zurückschrecken. Stattdessen argumentieren sie über „Prinzipien der Softwaretechnik“ oder „technische Konzepte“ – und scheitern damit bei Management oder Auftraggebern.